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Folge 51 – Rente und Finanzverwaltung

Über die Rente herrscht KONSENS. Versteht ihr nicht? Dann hört rein, hier wird das erklärt :-)

Dirk und Arne sprechen in dieser Folge des Podcasts über das Thema Grundrente. Und über die Rente im Allgmeinen und über die Finanzverwaltung. Nebenbei manövrieren sich die beiden sicher durch den Dschungel der Apronyme aus der Finanzverwaltung - kein leichtes Unterfangen :-)

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Ein-Satz-Zusammenfassung

Die Folge zeigt am Beispiel der Grundrente, wie Rentenversicherung und Finanzverwaltung Daten automatisiert austauschen und welche Rolle KONSENS, DAME und digitale Schnittstellen dabei spielen.

Kurzbeschreibung

Wie hängen Rente und Finanzverwaltung zusammen? In dieser Folge spricht Arne mit Dirk über die Grundrente und darüber, warum für ihre Berechnung Informationen aus der Finanzverwaltung benötigt werden. Dirk erklärt den Datenaustausch zwischen Rentenversicherung und Finanzverwaltung und die Rolle von KONSENS, DAME und ELSTER.

Außerdem geht es um weitere Einsatzmöglichkeiten, die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen sowie das Spannungsfeld zwischen Datenaustausch und Datenschutz.

Auf einen Blick

EpisodeFolge 51
TitelRente und Finanzverwaltung
HostArne
GastDirk
Dauerca. 44 Minuten
ThemenGrundrente, Finanzverwaltung, Datenaustausch, Automatisierung, Digitalisierung, Datenschutz
ZielgruppeMitarbeiter:innen der öffentlichen Verwaltung, IT-Fachkräfte, Projektverantwortliche, Digitalisierungsinteressierte
BranchenÖffentliche Verwaltung, Finanzverwaltung, Sozialversicherung
Technologien, Methoden und AnwendungenKONSENS, DAME, ELSTER, Data Warehouse, Business Intelligence, digitale Schnittstellen
Bereiche und EinsatzfelderGrundrente, Steuerverwaltung, Corona-Wirtschaftshilfen, Elterngeld, behördenübergreifender Datenaustausch

Worum geht es in dieser Folge?

Was haben Rente und Finanzverwaltung miteinander zu tun? Am Beispiel der Grundrente erklärt Dirk, warum für deren Berechnung neben den Daten der Rentenversicherung auch Informationen aus der Finanzverwaltung benötigt werden. Dafür wurde ein automatisierter Datenaustausch zwischen beiden Seiten aufgebaut.

Im Mittelpunkt steht die technische Umsetzung dieses Datenaustauschs. Dirk erläutert das Vorhaben KONSENS, das Programm DAME und die Nutzung von ELSTER als Schnittstelle. Dabei geht es auch darum, wie große Datenmengen verarbeitet werden und warum bereits vorhandene Strukturen für neue Anforderungen genutzt werden können.

Darüber hinaus sprechen Arne und Dirk über weitere Anwendungsfälle wie die Corona-Wirtschaftshilfen und das Elterngeld. Zum Abschluss geht es um die weitere Digitalisierung der Verwaltung, einen stärkeren Datenaustausch zwischen Behörden und die Frage, wie dieser mit dem Schutz persönlicher Daten vereinbart werden kann.

Das lernst du in dieser Folge

  • Warum für die Berechnung der Grundrente Daten aus der Finanzverwaltung benötigt werden.
  • Wie der Datenaustausch zwischen Rentenversicherung und Finanzverwaltung umgesetzt wurde.
  • Welche Rolle KONSENS, DAME und ELSTER dabei spielen.
  • Warum bestehende technische Strukturen auch für weitere Verwaltungsaufgaben genutzt werden können.
  • Welche weiteren Beispiele für den behördenübergreifenden Datenaustausch genannt werden.
  • Welche Chancen und Herausforderungen Dirk bei der weiteren Digitalisierung der Verwaltung sieht.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Für digitale Verwaltungsprozesse müssen Informationen aus unterschiedlichen Zuständigkeitsbereichen technisch zusammengeführt werden können.
  • Standardisierte und automatisierte Schnittstellen ermöglichen die Verarbeitung großer Mengen von Anfragen zwischen verschiedenen Stellen.
  • Bestehende technische Strukturen können erweitert und für neue Verwaltungsaufgaben genutzt werden.
  • Automatisierte Verfahren können Prozesse für Bürger:innen vereinfachen, etwa wenn Leistungen ohne zusätzlichen Antrag geprüft werden.
  • Behördenübergreifender Datenaustausch kann Verwaltungsprozesse vereinfachen und Mehrfachabfragen reduzieren.
  • Eine stärkere Vernetzung von Behörden muss mit Datenschutz, Datensparsamkeit und Datensicherheit verbunden werden.
  • Die Digitalisierung und Automatisierung von Verwaltungsprozessen gewinnt auch vor dem Hintergrund begrenzter personeller Ressourcen an Bedeutung.

Themen der Episode

Grundrente und Finanzverwaltung

Für die Berechnung der Grundrente werden neben den Daten der Rentenversicherung auch Informationen über weitere Einkünfte benötigt. Dirk erklärt, warum dafür Daten aus der Finanzverwaltung abgefragt werden und wie der Austausch zwischen beiden Seiten zustande kommt.

Automatisierter Datenaustausch

Die benötigten Daten werden nicht einzeln manuell abgefragt. Im Gespräch geht es darum, wie der Austausch technisch automatisiert wurde, um große Datenmengen zwischen Rentenversicherung und Finanzverwaltung verarbeiten zu können.

KONSENS und DAME

Dirk erklärt den Aufbau von KONSENS und die Rolle von DAME innerhalb dieses Vorhabens. DAME beschäftigt sich mit Data-Warehouse-Anwendungen und Business-Intelligence-Methoden und konnte für die Anforderungen rund um die Grundrente auf bereits vorhandene Strukturen zurückgreifen.

ELSTER als Schnittstelle

Für die Kommunikation der Finanzverwaltung mit externen Stellen wird ELSTER genutzt. Über diese Schnittstelle können Anfragen und Antworten zwischen Rentenversicherung und Finanzverwaltung ausgetauscht werden.

Weitere Einsatzmöglichkeiten

Die vorhandene technische Infrastruktur beziehungsweise der Informationsaustausch kann auch für andere Aufgaben genutzt werden. Im Gespräch werden unter anderem die Corona-Wirtschaftshilfen, das Zuwendungsempfängerregister und ein geplanter Datenaustausch für das Elterngeld genannt.

Digitalisierung und behördenübergreifender Datenaustausch

Dirk sieht weiteres Potenzial darin, vorhandene Daten stärker zwischen Behörden auszutauschen. Bürger:innen müssten Informationen dadurch nicht immer wieder selbst bei unterschiedlichen Stellen angeben.

Datenschutz und Datensparsamkeit

Ein stärkerer Datenaustausch wirft zugleich Fragen zum Umgang mit persönlichen Daten auf. Im Gespräch wird deshalb auch thematisiert, dass nur die jeweils benötigten Informationen ausgetauscht werden sollten.

Wer sollte diese Folge hören?

Diese Episode richtet sich besonders an:

  • Mitarbeiter:innen der öffentlichen Verwaltung
  • Mitarbeiter:innen aus Finanzverwaltung und Sozialversicherung
  • IT-Fachkräfte
  • Projektverantwortliche in Digitalisierungsprojekten
  • Personen, die sich mit dem Datenaustausch zwischen Behörden beschäftigen
  • Interessierte an der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung

Wichtige Begriffe erklärt

Ein Zuschlag zur gesetzlichen Rente für Menschen, die lange gearbeitet und dabei vergleichs-weise wenig verdient haben. Für die Berechnung werden neben den Informationen der Rentenversicherung auch Einkommensdaten aus der Finanzverwaltung benötigt.

Ein gemeinsames Vorhaben der Steuerverwaltungen von Bund und Ländern. Im Gespräch wird KONSENS als Rahmen beschrieben, innerhalb dessen verschiedene Programme gemeinsam Software für die Finanzverwaltung entwickeln.

Ein Programm innerhalb von KONSENS, das sich mit Data-Warehouse-Anwendungen und Business-Intelligence-Methoden beschäftigt. Für den Datenaustausch zur Grundrente konnten bereits vorhandene Strukturen genutzt und erweitert werden.

Die Schnittstelle, über die die Finanzverwaltung mit externen Stellen kommuniziert. Im beschriebenen Verfahren wird ELSTER für den Austausch von Anfragen und Antworten zwischen Rentenversicherung und Finanzverwaltung genutzt.

Beim Austausch zwischen Behörden sollen nur die Informationen übermittelt werden, die für den jeweiligen Zweck benötigt werden. Im Gespräch wird dies am Beispiel des Elterngelds erläutert.

Aussagen des Gastes

  • Die gesetzliche Rentenversicherung hat für Dirk grundsätzlich weiterhin ihre Berechtigung, muss sich aber an gesellschaftliche Veränderungen anpassen.
  • Bestehende technische Strukturen können für neue Anforderungen erweitert und genutzt werden.
  • Bürger:innen sollten vorhandene Daten nicht immer wieder bei unterschiedlichen Behörden angeben müssen.
  • Datenschutz und Datensicherheit haben bei der weiteren Digitalisierung eine hohe Bedeutung.
  • Technische Möglichkeiten können dazu beitragen, Verwaltungsaufwand angesichts des demografischen Wandels zu reduzieren.
  • Dirk hält eine Form der Grundaltersversorgung auch für zukünftige Generationen für wichtig.

Shownotes

00:00 Begrüßung und Vorstellung des Gastes

01:50 Gesetzliche Rente, Finanzierung und demografischer Wandel

05:33 Grundrente, Voraussetzungen und Rolle der Finanzverwaltung

11:38 Datenaustausch, KONSENS, DAME und technische Umsetzung

19:12 Automatisierte Verarbeitung und Grundrentenzuschlag

25:35 ELSTER und weitere Nutzung der technischen Infrastruktur

31:10 Quiz zu Grundrente und KONSENS

32:43 Weitere Datenaustauschverfahren und Elterngeld

36:08 Datenschutz und Zukunft der Verwaltungsdigitalisierung

40:30 Europäischer Datenaustausch und Zukunft der Rente

44:12 Schlusswort und Verabschiedung

FAQ

Muss die Grundrente zusätzlich beantragt werden?

Nein. Im Gespräch wird erklärt, dass bei erfüllten Voraussetzungen kein zusätzlicher Antrag auf den Grundrentenzuschlag notwendig ist. Die Prüfung erfolgt im Zusammenhang mit dem Rentenverfahren und wird regelmäßig wiederholt.

Wie funktioniert der Datenaustausch zwischen Rentenversicherung und Finanzverwaltung?

Die Rentenversicherung stellt automatisiert Anfragen an die Finanzverwaltung. Dort werden die relevanten Informationen ermittelt und zurückübermittelt. Im Gespräch wird beschrieben, dass die Zahl der Anfragen im produktiven Betrieb auf mehrere Millionen gestiegen ist.

Welche Rolle spielt ELSTER beim Datenaustausch?

ELSTER wird als Kommunikationsschnittstelle der Finanzverwaltung nach außen beschrieben. Darüber können Daten nicht nur von Bürger:innen, sondern unter anderem auch von Sozialversicherungsträgern, Unternehmen und Finanzinstituten automatisiert an die Finanzverwaltung übertragen werden.

Kann die technische Infrastruktur auch für andere Verwaltungsaufgaben genutzt werden?

Ja. Als weitere Beispiele werden im Gespräch die Corona-Wirtschaftshilfen, das Zuwendungsempfängerregister und ein geplanter Datenaustausch für das Elterngeld genannt.

Welche Vorteile sieht Dirk in einem stärkeren Datenaustausch zwischen Behörden?

Dirk sieht Potenzial darin, bereits vorhandene Informationen zwischen Behörden auszutauschen, statt Bürger:innen dieselben Daten mehrfach angeben zu lassen. Gleichzeitig müssen Datenschutz und Datensparsamkeit berücksichtigt werden.

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